Manchmal hören wir Aussagen wie: "Wir haben gute Arbeitsbedingungen, faire Bezahlung, flexible Arbeitszeiten. Was genau fehlt denn noch?"
Die Frage ist nachvollziehbar. Schließlich ist es ein Arbeitsplatz, kein Wunschkonzert. Aber sie greift zu kurz.
Denn was dabei oft übersehen wird: Menschen bringen sich nicht automatisch motiviert ein, nur weil die Rahmenbedingungen stimmen. Motivation entsteht dort, wo Menschen sich gesehen fühlen: in
dem, was sie wirklich brauchen, um gut arbeiten zu können.
Und genau dort beginnt auch wirksame Konfliktprävention.
Denn viele Spannungen entstehen nicht aus großen Vorfällen, sondern aus kleinen, wiederkehrenden Frustrationen. Wer das früh erkennt, spart sich später anstrengende Klärungsgespräche.
Und dafür braucht es meist keine großen Extrawürste. Oft reichen kleine Impulse:
- Kommunikationswege variieren: Nicht alle sind in Meetings laut. Wer lieber schreibt, braucht auch dort Gehör, zum Beispiel über einen Teamchat oder ein digitales Update-Board.
- Regelmäßige 1:1-Gespräche führen: Wer nie gefragt wird, sagt oft auch nichts. Eine einfache Frage wie "Was brauchst du gerade, um gut arbeiten zu können?" kann Welten öffnen.
- Meetingzeiten überdenken: Der tägliche Call um 8 Uhr passt für viele nicht in den Alltag. Eine halbe Stunde später und plötzlich ist der Kopf frei, weil der Schulweg nicht mehr stresst.
Diese kleinen Anpassungen zeigen: Hier zählt nicht nur, was du leistest, sondern auch, wie du dich dabei fühlst. Und das ist der Boden, auf dem Motivation wächst und auf dem viele Konflikte oft gar nicht erst entstehen.
